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Fewo-Privat - Reiseempfehlungen
Hinweise zu Baustoffen


Wer sich mit dem Gedanken an eine eigene Ferienimmobilie am Urlaubsort der Wahl befasst, sollte sich zunächst auch mit den regional typischen Baustoffen auseinandersetzen. Das betriefft nicht nur die speziellen Eigenheiten einer Basthütte in der Karibik. Bereits inerhalb Europas finden sich höchst unterschiedliche Baustile und landestypische Materialien, mit denen man nicht unbedingt vertraut ist. Seien es andere Normgrössen, unterschiedliche Verarbeitungsvorschriften oder die Arbeitsweise - vieles ist befremdlich, und die Überraschungen beim Bau eines Ferienhauses in einem anderen Land nehmen kein Ende.


Sinnvoll ist eine enge Kooperation mit ortsansässigen Handwerkern. Wer im Ausland bauen will, sollte nach Möglichkeit dies einem einheimischen Bauträger überlassen. Die Seilschaften sind mächtig, und ein Alleingang bei Planung, Erschliessung und Bau kann mit ungeahnten Widerständen einhergehen. Die Baufirma vor Ort hat die nötigen Verbindungen für Genehmigungen und Abnahmen.

Wer das selbst machen will, rennt gegen die Wand. Generell gilt, je weiter südlich, desto wichtiger sind Verbindungen, je weiter östlich, um so wichtiger sind die bestehenden Seilschaften, und die Krönung findet sich in Richtung Südost, wo selbst bestehende Bauten von gar namhaften Agenturen sowohl ohne Skrupel als auch ohne Baugenehmigung angeboten werden.



Bezüglich der verwendeten Baustoffe erlebt der Eigentümer interessante Überraschungen. Einige Besonderheiten zeigen sich als regional sinnvoll und nachvollziehbar, dennoch ungewohnt. Andere Dinge können nur noch belustigen. Amüsiert stellt der Bauherr in Frankreich fest, dass er für eine Genehmigung unabdingbar einen 32 Amp Anschluss für jeden Küchenherd braucht, das ganze Ferienhaus hingegen nur einen Zähler mit gesamt 30 Amp erhält.
Da wird auch schon mal gerne auf den Bitumenanstrich auf der Bodenplatte verzichtet und der erste Mauerstein direkt auf den Beton gemörtelt, die Verwendung unbehandelter Hölzer ist an der Tagesordnung, Hinterlüftungen werden mit Kilos von Silicon verschmiert, und in Nassbereichen kommt preiswerteres Acryl zum Einsatz. Die Auflistung solcher "Besonderheiten" liesse sich seitenfüllend fortsetzen, ist aber nicht zielführend. Wichtig ist dabei die Erkenntnis, dass man das Bauen im Ausland in den meisten Fällen besser denen überlässt, die mit derlei Gepflogenheiten vertraut sind.

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