Kamtschatka ist eine Halbinsel, gelegen im ostasiatischen Teil
Russlands, Region Russisch-Fernost.
Die Halbinsel zeigt die grössten vulkanischen Aktivitäten der Welt.
3 Meere und fast 2000 Flüsse bieten der Tierwelt Nahrung.
In den kalten nährstoffreichen Meeren finden selbst Wale einen Lebensraum.
Das Land umfasst 20 verschiedene Klimazonen, geprägt von Eismeer, Vulkanismus
und Winden. Nach einem langen und harten Winter zeigen sich Flora und
Fauna gegen Mai zunächst zaghaft. Kamtschatka hat die höchste Grizzlybären-Population
der Erde. Schätzungen sprechen von etwa 10.000 Exemplaren.
Unterirdisch erhitzt sich Wasser in vulkanischen Hohlräumen und zeigt
sich in warmen Quellen und Geysiren. Diese sind ein wichtiger Aufenthaltsort
für viele Vertreter der heimischen Tierwelt. Bären, Kragenenten und andere
Arten ziehen sich in dr noch kalten Zeit bevorzugt in diese Regionen
zurück.
Das Tal der Geysire ist ein Naturjuwel der Kamtschatka. Es beherbergt
die zweitgrösste Zahl von Geysiren in einer hohen Dichte.Im Sommer 2007
ereignete sich hier ein riesiger Erdrutsch, der das Tal bis zur Hälfte
verschüttete und die Landschaft nachhaltig veränderte. Grosse Tierpopulationen
fanden bei dieser Naturkatastrophe den Tod. Lebensräume wurden vernichtet
und neue geschaffen. So entstand hinter einem grossen Erd- und Trümmerwall
ein neuer See. Diese extremen Veränderungen finden hier schon seit Ewigkeiten
statt. Es ist eine geologisch hochaktive Region.
Im Sommer zeigt sich eine hohe Pflanzenvielfalt. Überall fliesst Wasser,
es strömt durch Flussbetten, steigt aus Geysiren oder fällt als Regen.
Das sorgt für üppige Nahrungsquellen auf der Halbinsel. Besonders in
Meeresnähe sind die Ressourcen nahezu unerschöpflich - zumindest im Sommer.
Der grosse Nahrungsbedarf der Bären deckt sich in der Sommerzeit unter
anderem aus dem beliebten Lachs, der die Flüsse heraufsteigt. Bären
decken nur etwa 10% des Nahrungsbedarfes durch Lachs, dennoch ist er
als Nahrungsquelle unverzichtbar als essenzieller Anteil der Ernährung.
Geschätzte 6 Millionen Lachse drängen sich in dieser Zeit in die Flussmündungen.
Hunderte von Kilometern weit schwimmen die Lachse flussaufwärts tief
ins Landesinnere des
Kamtschatka.
Im Kamtschatka finden sich auch die seltenen Riesenseeadler. Sie kommen
gegen Sommer zur Welt und benötigen täglich etwa ein halbes Kilo Fisch
zur Aufzucht
des Nachwuchses. Wegen des grossen Nahrungsangebotes ist hier das Überleben
der Gattung möglich. Millionen von Lachsen schaffen es bis in die
Laichgebiete und garantieren die Arterhaltung.
Neben den altiven Vulkanen prägen auch 130 erloschene das Landschaftsbild.
Im Sommer sind auch die Gipfel der Berge schneefrei. Kalte und warme
Luftströmungen treffen hier aufeinander. In den oberen Berggebieten
sind die Kamtschatka-Schneeschafe beheimatet. Auf den sehr hoch gelegenen
Bergwiesen finden diese hier konkurrenzlos genügend Nahrung.
In Anbetracht einer über 6 Monte währenden Winterperiode ist die Reisezeit
für diese Region recht kurz. Die Kooperation mit einem erfahrenen Reiseveranstalter
ist in jedem Falle angeraten.